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„Ubuntu - Ich bin, weil wir sind“

„Ubuntu“ steht fr Solidaritt, Verbundenheit und den Bedarf an Vernetzung. Unter diesem Motto zelebrieren Fachkrfte der Sozialen Arbeit heute weltweit ihre Leistungen fr die Gesellschaft. Sie fordern bessere Rahmenbedingungen fr ihre vielfltigen Ttigkeiten sowie fr die Nutzer*innen ihrer Angebote ein. Sozialarbeiter*innen appellieren an Politik und Wirtschaft fr nachhaltige Lsungen von sozialen Problemen.

„Ubuntu“ ist zudem ein klarer Aufruf an die Bevlkerung fr mehr Miteinander und Zusammenhalt.
Die Bedeutung von gesellschaftlichem Zusammenhalt spiegelt sich auch in den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wider. Menschen in Isolation sind strker von psychischen Einschrnkungen, Vereinsamung und Depressionen bedroht. Die Krise verstrkt die Schere zwischen Arm und Reich. Vor allem Kinder benachteiligter Familien werden zunehmend abgehngt. Der Bedarf an Untersttzungsangeboten ist gestiegen. Allerdings fehlt es an Fachpersonal, finanzieller und digitaler Ausstattung, um dieser Nachfrage angemessen zu begegnen.
Ob in der Kinder- und Jugendhilfe, im Gesundheitswesen oder in der Arbeitsvermittlung- Sozialarbeiter*innen tragen dazu bei, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen Untersttzung erhalten. Situationen wie Krankheit, Verlust oder Armut knnen jede*n von uns betreffen. Soziale Arbeit ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil einer Gesellschaft. Zwei Einblicke in die Praxis machen auf die Rolle von Fachkrften der Sozialen Arbeit aufmerksam:
Die Wohnungslosenhilfe gilt als eines der letzten Hilfenetze in der Sozialen Arbeit. Joachim Veenhof, Sozialarbeiter und Geschftsfhrer des SKM Paderborn e.V., ein Trger der Wohnungslosenhilfe, berichtet, dass immer mehr Menschen zum SKM kommen und um Hilfe bitten. In dem Covid-19 Jahr hat sich dieser Trend in besorgniserregender Form verstrkt. Auffllig ist aber auch, dass immer jngere Menschen und zunehmend mehr Frauen diese Hilfe abrufen. Auch sind die Probleme der hilfesuchenden Menschen komplexer und individueller geworden. Es braucht hier in besonderer Form einer ganzheitlichen Sozialarbeit, die diesen Trend stoppen und den hilfesuchenden Menschen in ihrer individuellen Notlage helfen kann. Und diese kann nur gelingen, wenn es aus einer gesamtgesellschaftlichen Solidaritt heraus Hilfenetzwerke gibt, die Menschen in Not frhzeitig sttzen und einen Absturz in die Wohnungslosenhilfe mglichst vermeiden, so Veenhof.
Annika Tack ist fr Presse- und ffentlichkeitsarbeit bei dem SPI Paderborn e.V. zustndig. Sie beschreibt Sozialarbeiter*innen als eine tragende Berufsgruppe in allen Abteilungen des Vereins: „Vor 40 Jahren wurde der SPI als Trgerverein unter anderem von Sozialarbeiter*innen gegrndet – damals als ‚Sozialpsychiatrische Initiative Paderborn e. V.‘. In den vergangenen 40 Jahren haben wir unsere Angebote stetig weiterentwickelt, sodass wir heute verschiedenste Leistungen in den Bereichen Rehabilitation, Teilhabe, Jugend- und Eingliederungshilfe, Prvention, Gesundheitsfrderung sowie Fort- und Weiterbildung anbieten. Aufgrund dieser Weiterentwicklung haben wir vor einem Jahr unseren Namen gendert. SPI steht seither fr die Attribute ‚sozial. partizipativ. innovativ‘. Wir sehen uns als einen Frderer innovativer Sozialer Arbeit mit dem Ziel, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv voranzutreiben. Wir setzten uns fr eine Strkung Sozialer Arbeit ein, damit alle Menschen gleichberechtigt an allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben knnen. Fr uns steht auch die Nachwuchsfrderung fr uns im Fokus. Als Praxispartner begleiten wir Studierende der Sozialen Arbeit im Rahmen ihres dualen oder praxisintegrierten Studiums – z. B. in Kooperation mit der Katholischen Hochschule (KatHO) NRW, Abteilung Paderborn.“

Anne Glle, Paderborn